Wunschkaiserschnitt – Pro und Kontra

Geburt durch KaiserschnittDie Angst vor der Geburt eines Kindes kennen alle Mamas. Ein Wunschkaiserschnitt soll vielen die Angst nehmen.

Allerdings ist dieser deutlich von einem normalen Kaiserschnitt zu unterscheiden.

Ein Kaiserschnitt sollte eigentlich immer aufgrund von wichtigen medizinischen Gründen vorgenommen werden. In Deutschland ist der Wunsch der Frau für den Mediziner oft schon Grund genug.

Ein Baby ist heute für viele das aus der Karriere

Heute ist die Durchschnittsfrau bei der Geburt ihres ersten Kindes Ende 20 / Anfang 30. Das Leben ist oft gut organisiert.

Die Ungewissheit nicht genau zu wissen, wann das Baby auf die Welt kommt ist für viele jetzt ein organisatorisches Problem. Die Familie muss und möchte sich frei nehmen, um die Mama zu unterstützen. Hinzu kommt, dass die Schwangerschaft einer Frau ab 35 Jahren automatisch als Risikoschwangerschaft gilt.

Ein Wunschkaiserschnitt muss selbst gezahlt werden

Eine Frau die den Wunsch äußert ihr Baby per Wunschkaiserschnitt auf die Welt zu bringen, muss diesen selbst zahlen. Die Krankenkassen übernehmen nur die Kosten, wenn der Eingriff medizinisch begründet ist. Aus diesem Grund gibt es dann vermutlich doch oft einen medizinischen Grund.

Pro: Wunschkaiserschnitt

  • Die Geburt des Babys ist genau geplant und alle Risiken sind bekannt.
  • Die ganze Familie kann sich in den Tagen danach um die Mutter kümmern.
  • Die Schmerzen während der Geburt sind geringer.
  • Die verschiedenen Geburtsphasen müssen nicht durchlebt werden. Der Geburtsvorbereitungskurs ist nicht ganz so wichtig. Ein Kurs in Säuglingspflege ist aber trotzdem zu empfehlen.
  • Das Risiko im Alter an einem Gebärmutterprolaps (Gebärmutter rutscht in die Scheide) zu erkranken ist geringer. Die Angst vor verändertem Sex nach der Geburt ist bei einem Wunschkaiserschnitt unbegründet.

Kontra: Wunschkaiserschnitt

  • Der Stolz sein Baby mit eigener Kraft auf die Welt gebracht zu haben und das Glücksgefühl ist bei einer Spontangeburt deutlich höher.
  • Babys die mit Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben nachweislich häufiger Schwierigkeiten mit der Atmung. Das liegt daran das sie abrupt aus der Mutter geholt werden und nicht den Weg durch die Scheide müssen. Durch eine natürliche Geburt wird das Fruchtwasser besser aus der Lunge gepresst.
  • Durch den Kaiserschnitt können dem Baby Verletzungen zugefügt werden. Ein kleiner Schnitt am Rücken oder Kopf durch das Eröffnen der Bauchdecke ist möglich.
  • Die Zeit nach der Geburt ist wesentlich schmerzhafter als nach einer spontan Geburt. Der Krankenhausaufenthalt ist bei einem Kaiserschnitt ebenfalls länger.
  • Spätfolgen: Wucherungen an der Narbe, Wundheilungsstörungen und wetterfühlige Narbenschmerzen sind nur einige der Spätfolgen. Bei einer weiteren Schwangerschaft kann es im schlimmsten Fall auch zu Plazenta-Insuffizienz oder zu einer innerlich aufreißender Narbe kommen.
  • Durch eine träge Darmtätigkeit kann es zu schmerzhaften Verstopfung oder Blähungen kommen.
  • In sehr seltenen Fällen kann es während der Operation zu einer Verletzung des Darmes oder der Blase kommen. Dies kann dann zu weiteren Operationen führen.

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