Babyblues – Wenn alles ungerecht erscheint

Weinerliche Mutter mit BabyDer Babyblues tritt in den Tagen nach der Geburt auf. Die schlaflosen Nächte, der Krankenhausaufenthalt und die fehlenden Schwangerschaftshormone lösen die weinerlichkeit bei vielen Müttern aus.

Besonders bei dem ersten Kind, kommt einem die Schwangerschaft endlos vor. Die Zeit mit Baby wird sich jetzt oft in Gedanken vorgestellt und wunderschön ausgemalt. Der Mutterschutz wird dann nochmal für die „letzte“ Zweisamkeit zwischen den Partnern genutzt.

Ist es dann endlich soweit und der langersehnte Wunsch eines Babys geht in Erfüllung, brauchen fast alle Mütter etwas Zeit um sich dem neuen Rhythmus anzupassen. Besonders in den ersten Lebenswochen eures Babys, liegt der Stillrhythmus bei 2-4 Stunden. Der Magen eures Babys vergrößert sich nur langsam und muss deshalb öfter gefüllt werden.

Hormone sind schuld das wir zusammen brechen

Während der gesamten Schwangerschaft schüttet die Plazenta verschiedene Schwangerschaftshormone aus. Wenige Minuten nach der Geburt des Kindes wird die Plazenta nachgeboren. In den ersten 2-3 Tagen nach der Geburt hat der Körper der Frau noch Resthormone im Blut, sodass der Hormonabsturz nicht plötzlich passiert. Nach dieser Zeit tritt dann aber der sogenannte Babyblues ein. Schuld dafür sind also die fehlenden Schwangerschaftshormone.

Wenn alles auf einmal kommt

Die ersten Krankenhausbesucher sind vorbei und der Wunsch endlich Nachhause zu gehen wird immer größer? Nach den ersten drei bis vier Tagen würde der Partner auch gerne einen Tag zuhause bleiben. Leider ist dieser Zeitpunkt dafür ganz ungünstig. In dieser Zeit bekommt die Mama ihren Milcheinschuss und der Babyblues tritt ein.

Zusätzlich kann das Baby auch noch an einer Neugeborengelbsucht leiden, welche fast alle Babys haben. Je gelber das Baby wird, desto mehr muss es überwacht werden. Jetzt kann es also auch noch dazu kommen, dass der Kinderarzt euer Baby auf eine Überwachungsstation verlegen möchte. Diese Situation ist für die meisten Mütter zu viel und sie fallen in den Babyblues. Besonders beim ersten Kind können viele Mütter schwer damit umgehen. Die Welt erscheint ungerecht und man fühlt sich allein, will alles für das Baby tun, kann dies aber irgendwie noch nicht so richtig.

Jetzt muss der Partner viel Verständnis haben und es ist wichtig, dass er da ist wenn er gebraucht wird. Der Partner muss jetzt entscheiden, ob weiterhin Besuch ins Krankenhaus kommen darf. Keiner ist böse, wenn der erste Besuch ein bis zwei Wochen später stattfindet.

Ist die Beziehung zwischen der Mutter und ihrer eigenen Mutter sehr gut, kann es auch helfen, wenn diese jetzt für ihre Tochter da ist. Sie hat das schließlich alles schon einmal erlebt und kann für Beruhigung sorgen. Jetzt ist es auch wichtig, dass die Mutter bestärkt wird und das Gefühl bekommt alles richtig zu machen.

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