Kaisergeburt – Eine neue Art des Kaiserschnittes

Kaisergebut eines BabysEine Kaisergeburt ist ähnlich zu dem normalen Kaiserschnitt.

Beim Herausheben des Babys wird dabei das Tuch abgenommen und die Mama sieht, wie ihr Baby auf die Welt kommt. 

Das Köpfchen wird zur Mutter gedreht, sodass der erste Blickkontakt zwischen Mutter und Kind ermöglicht wird. Die Angst den aufgeschnittenen Bauch zu sehen, ist unbegründet. Der Schnitt ist so weit unter dem Bauch, dass die Mutter wirklich nur das Baby sieht.

Seit 2012 besteht in der Berliner Charité die Möglichkeit eine Kaisergeburt durchführen zu lassen. Die Berliner Charité ist absoluter Vorreiter dieser neuen Methode, aber einige Kliniken bieten diese Möglichkeit auch schon an. Wenn euch diese Methode gefällt, fragt einfach mal in eurer Wunschklinik nach.

Positive Aspekte der Kaisergeburt:

  • Die Mama wird mit in die Geburt einbezogen.
  • Glückshormone, die sich nach der natürlichen Entbindung einstellen werden bei der Kaisergeburt ebenfalls ausgeschüttet.
  • Der erste Blickkontakt findet zwischen Mutter und Kind und nicht zwischen Kind und Arzt statt.
  • Die Mutter- Kind- Bindung kann schneller aufgebaut werden.
  • Die Übelkeit, evtl. Schmerzen und das Gefühl der Unbehaglichkeit beim zunähen sind weitaus geringer.
  • Es wird versucht aus einem negativen Geburtserlebnis wird ein positives zu machen.
  • Eltern können die ersten Lebensminuten ihres Kindes miterleben.

Negative Aspekte der Kaisergeburt:

  • Die Nähe zur Geburt wird erhöht, was nicht alle Mütter gut finden. Ein geringes Risiko den geöffneten Bach zu sehen besteht trotzdem.
  • Es sollte für Frauen sein, die um den Kaiserschnitt nicht drum herum kommen. Die Gefahr, dass Frauen jetzt zu einer Wunschkaisergeburt tendieren ist groß.
  • Es bieten noch nicht alle Kliniken diese Möglichkeit der Geburt an. Etwas Neues in der Medizin braucht immer etwas Zeit, bis die Vorteile dieser Methode bei allen Chefärzten durchgedrungen sind.

Tipps für alle Frauen die sich für diese Art von Geburt interessieren

Die Kaisergeburt ist zwar eine neue Methode in der Geburtsmedizin, bringt aber nicht viele Veränderungen für den Arzt mit sich. Es ist immer gut sich im Vorgespräch in der Klinik einmal mit allen Eventualitäten auseinander zu setzten. Fragt in diesem Gespräch, ob es diese Möglichkeit auch im Notfall gibt. Macht deutlich, dass es euch sehr wichtig ist eine Kaisergeburt zu haben.

Fragt genau nach, welche Gründe es für den Arzt gibt und weshalb er Bedenken hat. Es gibt immer Ärzte, die offen für die Kaisergeburt sind. In einem netten Gespräch zwischen Arzt und werdender Mutter, können bestimmt gute Lösungen gefunden werden. Wenn das keinen Erfolg hat, erkundigt euch in einem anderen Krankenhaus und versucht immer euren Wunsch mit sachlichen Argumenten zu untermauern.

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