Scharlach: Eine Kinderkrankheit?

krankes kind kuschelt mit mamaScharlach ist im Volksmund eine Kinderkrankheit. Aber auch Erwachsene können Scharlach bekommen.

Ab der 6. Lebenswoche wird man vom Kinderarzt über die möglichen Impfungen informiert und muss sich entscheiden, gegen welche Krankheiten man sein Kind schützen möchte.

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine Kinderkrankheit deren prägnantes Symptom die sogenannte Himbeerzunge ist.  Diese Bakterien sind der Auslöser für Infektionen (Entzündungen) der oberen Luftwege und der allgemeinen Erkrankung. Dazu gehören vor allem die Gaumenmandeln und die Rachenhinterwand im Mund- und Rachenraum.

Symptome und Krankheitsverlauf

  • Fieber
  • Ein Ausschlag entsteht am ganzen Körper durch die körpereigene Abwehr, welche gegen das Gift der Bakterien kämpft  (besonders in der Leiste, am Brustkorb und unter den Achseln)
  • Halsschmerzen
  • Husten und Schnupfen
  • Schluckbeschwerden
  • Abgeschlagenheit
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen

Typischer Krankheitsverlauf

Euer Kind wird sich anfangs sehr krank und schlapp fühlen. Es ist sehr wichtig, dass es jetzt besonders viel Ruhe bekommt. Wenn zu wenige Ruhephasen vorhanden sind, kann sich der Krankheitsverlauf verlängern. Allerdings solltet ihr auf jeden Fall zu eurem Arzt gehen und euch oder euren Liebling mit entsprechenden Arzneimitteln behandeln lassen.

Oft werden Antibiotika angewendet. Wenn euer kleiner Schatz mit einem Antibiotikum behandelt wird, ist er nach ungefähr zwei Tagen nicht mehr ansteckend. Ist euer Kind nicht mehr ansteckend darf es auch wieder in die Kita. Allerdings sollte noch kein Sport ausgeübt werden.

Wichtig zu wissen ist nur, dass nach dem ersten Abklingen der Symptome nach einigen Tagen erneut zu Abgeschlagenheit und Hautblässe führt. Auch jetzt ist es wichtig, euch und eurem Kind genug Ruhe zu gönnen.

Verbreitung bei Babys und Erwachsenen

Dass sich ein Säugling ansteckt, ist in den ersten Lebensmonaten bis zum ersten Lebensjahr sehr unwahrscheinlich. Euer Kind ist in diesen Monaten noch durchs Stillen und die Abwehrstoffe der Muttermilch geschützt. Aber eine erhöhte Gefahr sich zu infizieren besteht in Krabbelgruppen, Kindergärten oder sonstigen Gruppentreffen, wo viele andere Erwachsene und Kinder zusammenkommen. Scharlach ist eine Tröpfcheninfektion. Durch Niesen, Husten, Küssen oder der Gebrauch der gleichen Trinkflasche sind typische Übertragungswege.

Wie ihr eurem Kind in dieser Zeit helfen könnt

Das kennen wir alle aus Kinderzeiten: wenn wir krank sind benötigen wir besonders viel Aufmerksamkeit und Liebe. So geht es jetzt auch eurem Nachwuchs. Da es Aufgrund der Ansteckungsgefahr ratsam ist, dass auch ihr als Eltern Zuhause bleibt, könnt ihr euer Kind jetzt richtig verwöhnen. Vielleicht mag euer Kind wenn ihr ihm Geschichten vorlest, um es von den Schmerzen abzulenken. Ganz wichtig ist jetzt darauf zu achten, dass euer Kind wenig Milchprodukte isst und trinkt. Milchprodukte heben die Wirkung von Antibiotika teilweise auf. Auf Grund dessen solltet ihr dann lieber auf Tee oder Fruchtschorlen ausweichen.

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