Lohnfortzahlung bei einem Beschäftigungsverbot

geldNicht immer bekommt die Schwangere Frau während eines Beschäftigungsverbots das volle Gehalt weiter.

Aber grundsätzlich wird das Gehalt bei einem Beschäftigungsverbot zu 100% weiter gezahlt wenn der Arzt das Wohl von Mutter oder Kind als gefährdet sieht.

Wenn das Wohl von der Mutter durch Schwangerschaftskomplikationen und dem ungeborenen Kind in Gefahr ist und dies so im Attest steht, ist es egal wie lange vor dem Mutterschutz das Beschäftigungsverbot ausgesprochen wurde. Eine Lohnfortzahlung ist zu 100% gesichert.

Was ist mit den Zuschlägen bei Schichtarbeit?

Bei der Berechnung des Entgeltes werden die letzten 13 Wochen des Gehalts ermittelt. Darauf basierend entsteht dann der Betrag, der einer werdenden Mutter zusteht. Denn im Gegensatz zu der europäischen Rechtsprechung sind deutsche Mütter sogar etwas besser gestellt. Hier werden Zulagen, die nicht direkt dem Grundgehalt zugeordnet werden mit hinzu gezählt. Mehr Informationen findet ihr auch hier.

In der Regel sind die Mutterschutzbestimmungen aber so, dass sobald die Schwangerschaft bekannt ist, keine Wechselschichten mehr gearbeitet werden dürfen. Dies ist allerdings ganz individuell von der Art der Schichtarbeit abhängig. Erkundigt euch einfach bei eurem Arbeitgeber oder beim Betriebsrat. Der Betriebsrat hat oft noch ein paar weitere gute Tipps für werdende Mütter.

Wann wird keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber geleistet?

Bei einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird nur 6 Wochen der volle Lohn weiter gezahlt. Danach gibt es dann das Krankengeld von der Krankenkasse. Dieses Geld ist aber nie so hoch wie das Gehalt. Aus diesem Grund ist es für euch sehr wichtig darauf zu achten, was vom Arzt in dem Attest dokumentiert wird. Was für ein Beschäftigungsverbot vom Arzt dokumentiert werden muss, könnt ihr hier nachlesen.

Ein weiteres Problem kann auftreten wenn ihr kein unbefristeten Vertrag habt!

Viele Arbeitgeber lassen den Vertrag, sobald die Schwangerschaft bekannt ist, auslaufen. Wenn ihr denkt, dass ihr durch ein Beschäftigungsverbot automatisch einen verlängerten Arbeitsvertrag bekommt ist das leider falsch. Denn euer Arbeitgeber muss keine Gründe für das Auslaufen des Vertrages nennen. Mein persönlicher Tipp ist, euch unbedingt vor der Schwangerschaft einen unbefristeten Vertrag zu verhandeln. Denn ein weiteres Problem ist dann auch das ihr nicht mehr Krankenversichert seid. Eine Krankenversicherung selbst zu zahlen ist teuer und kommt in vielen Familien nicht in Frage.

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2 Kommentare
  1. Sina
    Sina sagte:

    Hallo, ich habe jetzt überall gelesen, dass man sein Gehalt zu 100% auch bei einem sofortigen Beschäftigungsverbot bekommt und es sich aus dem Durchschnitt der letzten 13 Wochen zusammensetzt. Jetzt ist meine Frage: Wie verhält es sich, wenn ich einen neuen Job (im ersten Monat) angefangen habe und in der 8SSW bin. Ich würde bei meinem Job ein sofortiges Beschäftigungsverbot erhalten aber ich habe ja keine 13 Wochen davor mein Gehalt von meinem jetzigen AG erhalten.
    Ich habe nicht’s über so einen Fall gefunden. Ich wäre sehr dankbar für einen Tipp, da wir auf mein Gehalt angewiesen sind. Aber unser Kind will ich selbstverständlich nicht gefährden.
    Vielen Dank vorab. 🙂

    Antworten
  2. Anonym
    Anonym sagte:

    Hallo,

    Welche letzten 13 Wochen werden gerechnet? Ich habe gelesen vor dem Monat in dem die schwangerschaft eingetreten ist. Wo finde ich genaue Aussagen im Gesetz?

    Antworten

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