Hund und Kind – passt das zusammen?

Familie mit Hund und KindernHaustiere in Familien sind immer ein Thema. Ab wann kann mein Kind verantwortungsvoll mit einem Hund umgehen? Ist ein Hund tabu, wenn wir ein Baby erwarten? Oder stärkt ein kleiner Hund das Sozialverhalten unserer Kinder?

Im Allgemeinen sind Tiere wie Hunde und Katzen in jedem Alter eine Bereicherung für Kinder. Familien, die eher unter Allergien leiden oder wo eine Tierhaarallergie besteht, sollten sich sehr genau überlegen einen Hund anzuschaffen. Aber grundsätzlich solltet ihr euch nur einen Hund anschaffen, wenn ihr bereit seid einen nicht unerheblichen Teil eurer Freizeit für den Hund bereitzustellen.

Ist ein Hund tabu, wenn wir ein Baby erwarten?

Grundsätzlich nein! Ist der Hund schon lange in eurer Familie und hat seinen festen Platz gefunden, kann es natürlich in der ersten Zeit zu Eifersucht kommen. Aber gerade deshalb solltet ihr in den ersten Lebensjahren euer Kind nie alleine in der Nähe des Hundes lassen. Ist euer Kind aber schon aus dem Krabbelalter heraus und wollt ihr jetzt einen Hund anschaffen, ist der Kampf um Zuneigung nicht mehr ganz so gefährlich. Hier ein paar Verhaltensregeln für den Umgang mit Hund und Kind.

  • Hund und Kind nie alleine und unbeaufsichtigt lassen!
  • Nie den Hund plötzlich von hinten anfassen oder streicheln! Der Hund könnte sich erschrecken und als Schutzreaktion zubeißen.
  • Nie dem Kind Kekse oder Süßigkeiten geben, wenn der Hund in der Nähe ist und ihr nicht aufpasst. Der Hund könnte versuchen sich die Süßigkeiten zu schnappen
  • Bei Eifersucht auch Kuschelminuten für den Hund einführen
  • Der Hund sollte bei neuem Familienzuwachs das Baby immer schnuppern dürfen, um es als neues Familienmitglied zu erkennen. Bitte immer unter Aufsicht und nie alleine!
  • Ihr solltet den Kindern immer verbieten den Hund zu ärgern!

Ab wann kann mein Kind verantwortungsvoll mit einem Hund umgehen?

Ein Kind ist in der Regel ab dem 12. Lebensjahr in der Lage einem Hund Regeln beizubringen. Ganz alleine könnt ihr euren Hund und euer Kind in diesem Alter allerdings noch nicht lassen.

Beim Ausgehen könnte der Hund ausbrechen und das Kind somit in eine gefährliche Lage bringen. Die Kraft, einen wilden Hund an der Leine zu halten, hat ein Kind in diesem Lebensalter noch nicht. Einfache Anweisungen wie „Sitz“ oder „Platz“ können aber auch schon zehnjährige Kinder einem Hund beibringen.

Jedes Kind ist anders und kann deshalb auch unterschiedlich viel von der Erziehung des Hundes lernen. Denn ein Hund ist nicht selten ein akzeptiertes Familienmitglied, das selbst bei gemeinsamen Urlauben nicht fehlen darf.

Familien die gerne weite Reisen mit dem Flugzeug bevorzugen, sollten wissen dass dies mit einem Hund schwierig wird.

Hundeschulen und Hundesportarten bringen die ganze Familie in Bewegung und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Denn die Verhaltensregeln, welche den Hundehaltern in Hundeschulen beigebracht werden, können euer Kind zusätzlich stärken verantwortungsvoll mit dem Hund umzugehen.

Stärkt ein kleiner Hund das Sozialverhalten unserer Kinder?

In den meisten Fällen stärkt ein Hund das Sozialverhalten des Kindes. Durch die Aktivitäten mit dem Hund, beispielsweise in der Hundeschule, werden Kinder ganz automatisch an andere Menschen herangeführt. Gerade im Zeitalter des Computers und der verlockenden Videospiele werden soziale Kontakte immer wichtiger. Beim gemeinsamen „Gassi gehen“ oder „Stöckchen werfen“ entstehen noch einmal ganz andere Werte in die Familie. Ein Hund ist gerade in der heutigen Zeit nicht nur ein treuer Begleiter, sondern auch ein Förderer für die frühe Kindheit oder Pubertät.

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