Medienkonsum bei Kindern: Darauf sollten Eltern achten

Kind am iPad Viel Medienkonsum ist in der heutigen zeit normal. Wie viel aber sollte unser Kind am Tablet, Handy oder Fernseher sitzen? 

Fachleute raten, dass Kinder unter 3 Jahren gar nicht oder nur sehr selten an Medien wie Smartphones, Fernseher oder Tablets heran zu führen.

Die Spielzugbranche hat sich schon für die ganz Kleinen mächtig in Zeug gelegt, um eine besonders einfache Bedienung in Kinderspiele zu verankern. Wimmelbilder auf dem Tablet für Kinder ab dem 1. Jahr, Serienfiguren wie „Masha und der Bär“, „Bobo“ oder „Bob der Baumeister“ sind schon für Kinder ab 0-Jahren freigegeben.

Lasst eurer Kind nicht mit dem Gerät alleine

Natürlich sehen Kinder ihre Eltern am Smartphone sitzen. Das weckt Interesse und das Bedürfnis es auch einmal zu versuchen. Eltern signalisieren, dass Spiele auf dem Smartphone zum Leben dazu gehören. Den Kindern dies zu verbieten sich nicht mit diesen Geräten auseinanderzusetzen ist bestimmt nicht der richtige Weg. Verbote locken die Kinder erst recht in diese Richtung.

Eine Balance zwischen Abenteuerspielen, Spielplätzen und der medialen Welt zu finden ist sehr wichtig

Kinder sollten ihre Umwelt entdecken, sich körperlich austoben und auch manchmal ein Buch in den Händen halten. Spiele, die ihre Fantasie anregen können dabei unterstützen. Bilder können euren Kindern genau zeigen, was sie richtig machen.

Für viele Fachleute ist die Situation abschreckend, wenn schon mit einem Jahr versuchen die Bilder in der Zeitung weg zu wischen. Oder Kinder die auf Büchern versuchen die Tiere oder Autos mit dem Finger in Bewegung zu bringen.

Oft sind es aber die jüngeren Geschwister, die durch die älteren schon vor dem dritten Lebensjahr mit Medien in Kontakt kommen.

Außerdem kann ich als Mutter eines Schulkindes auch positive Dinge berichten. Es gibt immer mehr Schulen, die weg von der Kreidetafel und hin zum digitalen Smartboard gehen. Auch mein ist gut mit der digitalen Welt vertraut. Das hilft ihm jetzt auch in der Schule. Denn wie er mit den Buchstaben und Bildern in den Lern-Apps umgeht ist für ihn ein Kinderspiel. Er kann sich somit ganz auf die Aufgaben konzentrieren, die er lernen soll.

Diese Tipps sollen euch helfen ein gutes Mittelmaß zu finden:

  • Vorlesen aus Büchern sollte in jeder Familie zu einem festen Ritual werden.
  • Basteln mit Papier, Schere, Buntstiften und Pappe sollten nicht durch ein digitales Gerät ersetzten werden. Natürlich ist das Malen und Basteln über einen Bildschirm sauberer und macht weniger Dreck aber die Fingerfertigkeit eine Schere richtig zu benutzten lernt euer Kind nur mit einer echten Schere.
  • Es ist wichtig, dass euer Kind lernt nicht stundenlang mit dem Smartphone zu spielen oder darüber Serien zu schauen. Erklärt schon vorher, dass nach einer bestimmten Zeit (5 Minuten sind vollkommen angemessen) das Gerät wieder weg kommt. Kleinkinder haben noch kein Zeitgefühl, oft legen sie selbst nach ca. 5 Minuten das Spiel weg. Ein gutes Hilfsmittel für Kinder ab 4 Jahren kann auch ein Wecker sein der abläuft.
  • Macht euch klar, dass Verbote bereits bei Kleinkindern einen besonders starken Reiz auslösen. Besser ist es, wenn ihr daneben sitzt, seht wie euer Kind spielt und im Notfall rechtzeitig erklären könnt was es darf und was nicht. So passiert es auch nicht das SMS, E-Mails oder wichtige Dokumente gelöscht werden.
  • Kinder haben besonders zu ihrer Lieblingsserie viele Fragen. Es ist wichtig, dass ihr euren Kindern diese Fragen so gut wie möglich beantwortet.
  • Informiert euch welche Spiele wirklich sinnvoll für das Alter eures Kindes sind. Altersgerechte Spiele können eurem Kind sogar viel beibringen. (Zahlen zählen, Zähne putzten oder Haare waschen werden visuell verdeutlicht und machen eurem Kind dann weniger Angst)
  • Führt eure Kinder langsam an die modernen Medien heran. Apps aus dem Alltag wie zum Beispiel „Caillou“ oder „Sandmännchen“ sind nicht beängstigend, laufen etwa 5 Minuten und überfordern eure Kinder nicht. Zu diesen Apps könnt ihr zusätzlich Bücher vorlesen, Bilder ausmalen oder einfache Bastelideen zusammen mit euren Kindern umsetzten.

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