Kinder beim Doktorspiel

Doktorspiele bei Kindern – Ab wann und wie Eltern reagieren sollten

Kinder beim DoktorspielDoktorspiele unter Kindern sind normal. Wie weit diese gehen dürfen, ist eine andere Frage. Wichtig ist, dass ihr klare Regeln benennt ohne zu schimpfen.

Die beginnende Sexualität der eigenen Kinder mit anzusehen ist für viele Eltern komisch. Kinder nehmen dabei auch kein Blatt vor den Mund. Ganz klar müsst ihr euren Kindern sagen das nirgendwo etwas reingesteckt wird. Ohr, Po, Scheide oder Mund…..

Wie reagieren Eltern richtig, wenn sie ihre Kinder dabei erwischen sich zu erforschen?

Manchmal werden Eltern mit Sprüchen ihrer Kinder konfrontiert, die ziemlich direkt und vor allem peinlich sein können.

Wenn der Sohn sich gerade am Penis spielt und vor versammelter Familie sagt: „Schau mal Mama, wie groß der ist. Wird deine Scheide auch so groß wenn du da rum spielst?“ Jetzt würden alle Eltern vor Scham gerne in einem Loch versinken.

Doktorspiele beginnen mit etwa 3 Jahren

Manchmal fangen Kinder auch schon mit 2 Jahren damit an und hören erst mit ca. 6 Jahren wieder damit auf, weil dann ein eigenens Schamgefühl dafür entsteht. In offenen Familien, kann es aber sehr viel länger dauern. Besonders wenn kleine Geschwister in der Familie sind, werden Doktorspiele auch gerne untereinander gespielt.

Für Jungs ist es sehr spannend den kindlichen Körper einer guten Freundin näher anzusehen, um herauszufinden ob sie auch alles das hat, was man selbst hat. Solche Doktorspiele bei Kindern entstehen oft durch ein vorheriges Ereignis.

Ist die letzte U-Untersuchung vielleicht noch nicht so lange her? Oder lest ihr gerade ein Buch in dem der kindliche Körper beschrieben wird. Kinder spielen nach, sie erforschen und möchten in ihrer Welt alles möglich machen.

Die Aufklärung liegt bei den Eltern

Wenn ihr bemerkt, dass euer Kind mit Doktorspielen anfängt, ist es gut wenn ihr Grenzen setzt. Natürlich ist aber auch ein gewisses Maß an Forschergeist erlaubt. Es sollte ganz klar gemacht werden, dass nichts erlaubt ist was der andere nicht will.

Keine Gegenstände in die Ohren, Mund, Nasenlöcher, Scheide oder den Po. Mit strikten Verboten ist es bei Doktorspielen wie mit anderen Verboten auch. Das was Kinder nicht dürfen, ist sehr interessant und wird heimlich gemacht.

Mit Doktorspielen sollte jede Familie offen umgehen. Es ist doch klar, dass die Frage nach Sexualität irgendwann kommt. Wie bin ich eigentlich entstanden und warum ist es schön, wenn ich mich da anfasse?

Wenn sich eure Kinder mit solchen Themen auseinander setzten, ist es nur gut wenn sie zu den Eltern kommen. Fremden solche Fragen zu stellen ist gefährlich und absolut nicht die richtige Wahl. Das sollten alle Kinder wissen.

Das eigene Schamgefühl den Kindern vermitteln

Auch Eltern haben ein Schamgefühl. Natürlich dürfen die Kinder Fragen stellen und sich selbst erkunden. Der Rahmen sollte nur stimmen. Es ist gut wenn ihr diesen Rahmen ganz klar festlegt. „Bei Familienfeiern ist es unangebracht. Wenn wir alleine zuhause sind, kannst du mich alles fragen was du möchtest.“

Auch Kinder sollten vor anderen Eltern nicht lächerlich dargestellt werden. Solche Themen besprechen Eltern nicht im Beisein der betroffenen Kinder. Es könnte sonst passieren, dass sich euer Kind gegenüber euch verschließt.

Durch Doktorspiele wird der Grundstein der späteren Sexualität gelegt

Ein Kind welches sich sicher fühlt und alle seine Fragen und Ängste mit seinen Eltern besprechen kann, wird später ein gesundes Selbstvertrauen haben. Eltern den alles peinlich ist und die ungern mit ihren Kindern über Sex sprechen, legen den Grundstein für eine eher zurückhaltende und unsichere Persönlichkeit.

Kinder die Nein und Stopp sagen können, tun das auch in der Pubertät.

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