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Was gegen Baby Blähungen / Koliken hilft

Wenn Babys Blähungen haben können, sie nämlich vom liebsten Kind zum richtigen Tyrannen werden. Aus diesem Grund habe ich einmal einige wertvolle Tipps für euch zusammengestellt.

Schnuller oder Nuckel zum Beruhigen

Gerade in den ersten Wochen, wo man sein Baby noch nicht so gut kennt, hat man oft zuerst mögliche Baby Blähungen unter Verdacht. In der Regel zeigt sich aber, dass das es doch keine Baby Blähungen hat. Versucht also gerne zuerst einmal einen Schuller oder Nuckel zu geben. So kann man einfach und schnell feststellen, ob auch wirklich welche vorliegen.

Flieger- oder Wiegegriff

Bei dem Flieger- oder Wiegegriff handelt es sich um eine bestimmte Art und Weise, wie euer Baby getragen wird. Man legt hierbei das Kind auf den Arm, so dass man den Po in der Hand hält und der Kopf auf den Arm bzw. Ellenbogen abgelegt werden kann. Das Baby liegt hierbei auf dem Bauch und kann so den Rücken gestreichelt bekommen. Die Gase können so besser entweichen. Zudem ist der Fliegergriff eine sehr sichere Tragetechnik, da der Kopf sicher auf dem Arm liegt und nicht gehalten werden muss. Viele Babys lassen sich so und kombiniert mit Schaukeln oder eurem Auf- und Abgehen, gut bei Koliken oder Bauchweh beruhigen.

Wärme an Babys Bäuchlein

Baby Wärmekissen

Baby Wärmekissen


Die gute alte Wärmflasche ist heute immer noch ein gutes Mittel – auch bei Babys. Alternativ funktioniert auch ein Kirschkern- oder Traubenkernkissen, welches sehr einfach in der Mikrowelle aufgewärmt wird. Kissen oder Wärmflaschen gibt es im Babymarkt sogar in kleineren Babygrößen. Achtet aber bitte unbedingt darauf, dass die Hilfsmittel nicht zu warm werden. Ihr solltet das Kissen oder die Flasche zum Test noch gut in der Hand halten können, bevor ihr es eurem Baby auf dem Bauch legt. Gerade bei Kirschkernkissen solltet ihr aufpassen, denn oft wird hier die volle Wärme erst spät entfaltet. Die geschieht oft erst einige Sekunden nachdem es aus der Mikrowelle gekommen ist.

Warm baden

Häufig schreien sich Babys meist richtig ein, wenn sie Blähungen haben. So kann es passieren, dass nach einiger Zeit nicht mehr die Blähungen, sondern die eintretende Erschöpfung Taktgeber für das Schreien ist. Ein warmes Bad hilft hier die angespannte Darmmuskulatur zu entspannen und die Blähungen zu lösen. Bitte wundert euch nicht, denn nach dem Baden schlafen die Babys meist viel länger als sonst, da die Wärme eine Tiefenentspannung bewirkt. So kann euer Baby leicht einmal 5 Stunden am Stück durchschlafen, bis es von alleine aufwacht. Ein warmes Bad kann also doppelt Wunder vollbringen.

Beinbewegungen

Manchmal sitzen die Blähungen so fest, dass euer Baby nicht richtig zu beruhigen ist. In solchen Fällen könnt ihr eurem Kind den Strampler ausziehen, damit die Beine frei und gut beweglich sind. Jetzt bewegt ihr Babys Beinchen langsam ein paar Minuten mit Bewegungen, wie beim Fahrradfahren. So lösen sich meist auch die festsitzenden Gase.

Bauchmassage bei Koliken

Bei einer Baby-Bauchmassage  ist es wichtig zu beachten, dass ihr kreisende Bewegung folgend mit dem Darmverlauf macht. Das bedeutet, dass ihr mit leichtem Druck immer von links nach rechts massiert. (von euch aus gesehen, d.h. von eurer linken zur rechten Hand) Wer dies richtig gut machen will, zieht ein Quadrat von links nach rechts, da der Darm im Viereck verläuft und nicht im Kreis. Um die Blähungen noch besser zu lösen, könnt ihr auch unterstützende Öle mit homöopathischer Wirkung aus der Apotheke verwenden. Fragt hier einfach euren Apotheker.

Tee hilft

Wenn euer Baby bereits an die Flasche gewöhnt ist, könnt ihr auch Tee in der Flasche geben. Um den Darm eueres Babys zu entspannen, könnt ihr versuchen entblähende Teesorten anzubieten. Kümmel – Fenchel – Anis Tee ist eine sehr gute Sorte, um Blähungen zu lösen. Achtet bitte darauf, dass der Tee nach dem Hinweis auf der Verpackung zubereitet wird und dass der Tee auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, bevor er eurem Baby serviert wird.

Luft in der Flasche

Ein häufiger Grund warum Babys auch Blähungen bekommen, liegt daran dass sie Luft beim Trinken durch die Flasche mit verschlucken. Dies führt zwangsläufig zu Blähungen, wenn die Luft nicht über ein „Bäuerchen“ abgeführt wird oder werden konnte. Achtet einfach darauf, dass beim Trinken der Sauger der Flasche immer komplett mit Milch gefüllt ist. So wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Luft mit heruntergeschluckt werden kann.

Wenn nichts mehr gegen die Blähungen hilft – Medikamente

Wenn gar nichts mehr hilft, könnt ihr auch schon bei sehr kleinen Babys Medikamente geben. Sab Simplex oder Lefax sind hier gute Mittel gegen Blähungen. Bei Babys die gestillt werden, kann man die Tropfen über einen Plastiklöffel vorsichtig in den Mund geben. Durch die Süße in den Mitteln wird das Medikament meist gerne von den Babys angenommen. Bei Flaschenbabys könnt ihr die Tropfen der Mich hinzufügen. Ihr solltet vorher der ersten Anwendung aber einmal den Apotheker oder euren Arzt fragen.

Alle Tipps hier helfen natürlich nicht die eigentliche Ursache der Blähungen zu finden. Um die Ursache zu finden, solltet ihr unbedingt eure Ernährung während der Stillzeit überprüfen. Denn hier liegt häufig die Ursache für Babys Blähungen.

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