Seepferdchen und Co, Wann sollte mein Kind schwimmen?

Angst vor Wasser, Haare waschen in der Dusche und erste Schwimmbewegungen lernen. Ohne Schwimmhilfen haben viele Kinder zwischen 4-6 Jahren Angst vor dem Seepferdchen-Kurs.

Trotzdem ist es nicht verkehrt euer Kind schon früh ans Wasser zu gewöhnen und eventuell auch schon zum Babyschwimmen zu gehen.

Wassergewöhnung geht nur mit Spaß!

Für viele Kinder ist es schon etwas ganz anderes ohne Mama ins Schwimmbad zu gehen. Dann aber auch noch mit so vielen fremden Kindern, ist zusätzlich eine große Belastung. Erinnert euch mal an eure Schulzeit?  Oder an einen Sportkurs. Ein bisschen merkwürdig fühlen wir uns doch auch in einer ungewohnten Situation mit fremden Menschen. Euer Kind ist jetzt genau in einer solchen Situation. Es weiß Mama und Papa wollen, dass ich das mache aber Angst macht es trotzdem.

Ein ziemlich positiver Aspekt ist wenn die ersten Kurse im warmen Wasser sind. So kann euer Kind sich erst mal frei bewegen ohne auch noch zu frieren. Durch das spielen gewöhnt sich euer Kind auch daran mal unter zu Tauchen ohne gleich in Panik zu geraten.

Duschen im Schwimmbad

Das Duschen gehört leider zum Schwimmbadbesuch dazu und sollte von euch auch vorgemacht werden. Haare unter der Dusche zu waschen ist nicht für alle ein Problem. Für die Kinder die das gar nicht mögen gibt es mittlerweile ganz tolle Hauben, mit denen wenigsten kein Shampoo in die Augen kommt.

Die ersten Schwimmkurse

Ein Schwimmkurs ist nicht für alle Kinder sinnvoll. Wenn ihr mich als Mutter fragen würdet, eigentlich eher für Eltern mit weniger Zeit. Dieses Urteil kann ich aber nur geben, da ich für unseren Sohn selbst einen gebucht hatte. In diesem Schwimmkurs gestaltet es sich so, dass eigentlich die Kinder auf sich gestellt sind. Hilfe zum „frei“ Schwimmen wird pro Unterrichtseinheit einmal gegeben für eine Beckenlänge pro Kind. Das da dann nicht wirklich viel bei rum kommt ist klar. Gemeint ist damit die Hand unter dem Bauch halten und die Bewegungen mit den Armen und den Beinen, kommentieren.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Vorteil, euer Kind macht in der Regel ohne größeres „Gezeter“ das was die Schwimmlehrerin sagt. Nachdem mein Sohn 6 Wochen diesen Schwimmkurs besuchte, war es uns nicht nur zu teuer, sondern einfach auch nicht intensiv genug. Wir entschieden uns unseren Kindern das Schwimmen selbst beizubringen.

Gesagt getan, Jedes Wochenende gingen wir als Familie in Schwimmbad. erste Erfolge konnten wir schnell verbuchen, denn nach 1,5 Stunden intensiven Übens hatte unser Sohn wenigstens die richtige Beinbewegung drauf. Da dachten wir das geht ja schnell…

Wie bei allem gibt es immer auch Rückschläge, denn als wir die Schwimmhilfen weg nahmen, bekam er Angst vor dem untertauchen. Wie ein wilder hat er uns beschimpft. Er wollte die Sicherheit der Nudel, dem Bauchgurt oder zumindest das Brett vorne, nicht abgeben.

Das Ende vom Lied war, dass wir ungefähr von 5 Bademeistern angesprochen wurden. Denn unser Kind schrie uns manchmal so böse an,das es für Außenstehende tatsächlich so aussehen musste, als würden wir ihn quelen. Das war wirklich furchtbar und hat mich starke Nerven gekostet. Allerdings nur in der Zeit von Anfang September bis Februar. Denn Anfang Februar konnte er definitiv sicher schwimmen und auch nicht nur 25 Meter sondern wenn er gewollt hätte, auch länger. Heute sprechen und die Bademeister an wo er denn so toll Schwimmen gelernt hat und das seine Bewegungen sehr gut sind.

Das müssen eure Kinder zum Seepferdchen können:

  • 25 Meter Frei schwimmen im tiefen Wasser
  • einen Ring hoch holen vom Schultertiefen Wasser
  • Ins Becken springen und los schwimmen

Trotzdem hat es sehr viel Zeit gekostet, Nerven und Streitereien. Wenn ich aber höre, dass andere fast 2 Jahre bis zum sicheren Schwimmen brauchen dann war es das auf jeden Fall wert. Denn auch unser familiäres Zusammenhalten ist dadurch gestärkt worden. Und so hoffen wir zumindest, werden unsere Kinder später einmal sagen können, meine Eltern haben uns das Schwimmen beigebracht…

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