Kind hat Angst im Dunkeln

Nächtliche Angst – Wie reagiere ich richtig wenn mein Kind Angst in der Nacht hat?

Kind hat Angst im DunkelnJede Nacht das gleiche. Immer wieder um die gleiche Uhrzeit in der Nacht steht euer Kind vorm Bett und hat Angst.

Aus dem Tiefschlaf gerissen, reagieren viele Eltern manchmal völlig undiszipliniert.

Jedes Kind darf einen Albtraum haben und es ist gut wenn es dies äußert. Kinder die ihre Ängste nicht äußern, können später oft große Minderwertigkeitskomplexe bekommen.

Es ist wichtig euer Kind in seiner Angst ernst zu nehmen und in keinem Fall zu verurteilen.

Haben Kinder es erst einmal raus, dass sie besonders lieb und fürsorglich behandelt werden, weil sie Angst haben kann es passieren das sie ihre Angst als einen Ruf benutzten: „Hallo Mama ich will jetzt deine Beachtung“.

So findet ihr heraus, ob euer Kind wirklich vor etwas Angst

Fragt euer Kind vor was es Angst hat. Kann euer Schatz die Frage gleich beantworten, steckt oft wirklich eine echte Angst dahinter.

Je älter ein Kind wird, desto wahrscheinlicher steckt hinter der nächtlichen Angst ein anderer Grund. Bei Kindern zwischen 2 und 4 Jahren ist der häufigste Grund, dass sie von der Fantasie am Tag zur Nacht nicht richtig differenzieren können. So wird Spielzeug, welches sich am Tag im Spiel gestritten hat, schnell ein böses Monster in der Nacht. Die Fantasie kennt hier keine Grenzen. Aber auch die jetzt beginnende Kita ist Ursache für den schlechten Schlaf. Zusätzlich machen viele Kinder zwiachen 2 und 4 keinen Mittagsschlaf mehr. In dieser Zeit passiert so viel neues, dass es schwer ist alles zu verarbeiten. Dies äußert sich dann bei vielen Kleinkindern in Albträumen.

Kinder ab 4 Jahren haben nachts andere Ängste. Sie haben ihre Fantasien im Griff.

Sie wissen, dass es keine Dinos gibt. Dafür haben sie Angst vor Dingen, die sie im realen Leben mitbekommen haben:

  • Angst sich von Mama und Papa zu trennen – Verlustängste.
  • Angst vor Scheidung, weil vielleicht einem Kind im Freundeskreis das passiert ist.
  • Vor lauten Geräuschen. Der Fernseher, Eltern die sich laut unterhalten oder Wind, der unheimlich durch die Nacht heult.
  • Angst vor Dunkelheit.
  • Angst vor dem alleine sein.
  • Angst vor der Schule, dem Schwimmkurs oder dem Kindergarten.
  • Manchmal ist auch ein Streit mit einem Kind ausschlaggebend für Angst. Sich dem zu stellen, sich zu verteidigen oder sich zu rechtfertigen braucht Mut… die Vorstellung das sich eine Mama einmischt macht vielen Kindern zwischen 5-7 Jahren Angst.

Die Ängste eines 4-Jährigen sind damit gar nicht mehr so unterschiedlich zu den Ängsten von Erwachsenen. Auch Erwachsene haben Ängste. Nur können Erwachsenen durch Erfahrungen besser damit umgehen.

Es ist wichtig, dass ihr mit allen Ängsten so unwirklich wie sie euch auch erscheinen mögen, behutsam umgeht. Euer Kind muss wissen das ihr es beschützt.

  • Bleibt ruhig.
  • Vermittelt Geborgenheit.
  • Deponiert Nachtlichter im Kinderzimmer.
  • Lasst die Tür von den Zimmern auf.
  • Lest auch Bücher, die das Thema Angst behandeln – dafür muss man sich nicht schämen.
  • Redet über Ängste, teilt eure Erfahrungen mit eurem Kind. Auch wenn es 2.00 Uhr nachts ist.
  • Versucht eine Taktik auszuhandeln, Angst vor dem Lehrer oder der Trainerin kann oft gut besprochen werden.
  • Meistens muss ein gutes Gefühl erst wieder entstehen bevor die Angst wieder aufhört. Aber das braucht oft ein paar Tage. Gut ist es wenn ihr den Grund dafür habt, denn so könnt ihr als Eltern auch besser damit umgehen.

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