Wunde Brustwarzen vom Stillen

Mutter beim StillenEin Baby ist eines der größten Wunder der Natur. Das wir Frauen unsere Kinder über die Brust stillen können ebenfalls.

Besonders direkt nach der Geburt und bis zu der ersten Lebenswoche unser kleinen Babys sind die Brustwarzen beim Stillen stark beansprucht und können wund werden.

Die Reibungen durch das regelmäßige Anlegen des Babys ist die Brustwarze nicht gewöhnt. Die Brustwarzen werden wund. Besonders Babys, welche eine schnelle Geburt hatten, brauchen oft Hilfe beim richtigen Saugen an der Brust.

Die ersten Anlegeversuche sind ungewohnt und daher auch für viele Frauen schmerzhaft. Besonders wichtig ist jetzt, dass ihr einige Grundregeln beim Stillen beachtet:

  1. Euer Baby sollte nicht nur die Brustwarze sondern auch etwas vom Warzenvorhof im Mund haben.
  2. Beim Lösen von der Brust, solltet ihr erst einmal euren kleinen Finger in die Mundseite eures Babys führen. So löst ihr den Sog und verhindert, dass die Brustwarze wund wird.
  3. Lass euer Baby nicht dauerhaft nuckeln. Ein Stillrhythmus von 3-4 Stunden ist in den ersten Wochen normal. Auch ist ein Rhythmus von weniger als 2 Stunden muss nicht unnormal sein, wenn das Baby jeweils 20 Minuten pro Seite trinkt. In Wachstumsschüben trinken alle Babys mehr als sonst.
  4. Brustwarzensalbe verhindert in den ersten Tagen nach der Geburt zusätzlich ein Wund werden. Idealerweise könnt ihr diese schon in der Klinik nehmen und von Anfang an nach dem Stillen auftragen.
  5. Achtet besonders in den ersten Tagen/Wochen nach der Geburt darauf was ihr esst. Blähungen beim Baby verunsichern viele Eltern. Euer Baby wird es euch danken.

Was soll ich machen wenn die Brustwarzen Wund sind?

Sind die Brustwarzen erst einmal Wund, wissen viele Frauen nicht wie sie weiter stillen sollen. Wunde Brustwarzen erkennt man an kleinen Bläschen auf der Brustwarze, kleinen Rissen die Bluten und vor allem an Schmerzen auch wenn nicht gestillt wird. Grundsätzlich müsst ihr aber deswegen nicht gleich abstillen. Selbst auch bei blutigen Brustwarzen nicht. Viele Hebammen empfehlen Stillhütchen. Diese bekommt ihr in der Apotheke. Mit den Stillhütchen schont ihr eure Brustwarze.

Was ihr gegen wunde Brustwarzen machen könnt:

  • Benutzt etwas angefeuchtete Stilleinlagen. Trockene Stilleinlagen reißen beim Entfernen immer wieder offene Stellen an der Brustwarze auf.
  • Quark ist bekannt für seine antientzündliche Wirkung und ist zusätzlich wohltuend kalt und feucht. Quarkumschläge können hier eine schnelle Linderung bewirken.
  • Legt abgekühlte Kamillenteebeutel auf die wunden Warzen. Kamille wirkt antientzündlich.
  • Verwendet Stillhüttchen beim Stillen. Wer mit diesen Hüttchen gut klar kommt, kann diese auch weiter benutzen. Mit einem Stillhütchen zu stillen ist immer noch besser als mit dem Stillen aufzuhören. Viele sind der Meinung, dass die Stillhütchen zu Saugverwirrung führen. Wer aber jetzt aber abpumpt und mit Flasche füttert hat den intensiven Kontakt über die Brust verloren und das ist viel schlimmer.
  • Legt eine kurze Stillpause bei sehr schlimmen Fällen ein. Damit kann sich die Brustwarze erholen. Wichtig: Versucht in der Stillpause trotzdem eure Brust durch z.B. elektrisches Abpumpen zu stimulieren. Eine elektrische Milchpumpe bekommt ihr vom Kinderarzt verschrieben und ist nicht so unangenehm wie eine Handpumpe.
  • Fragt eure Hebamme welche homöopathischen Tipps sie für eure wunden Brustwarzen empfehlen kann.

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