Fehlgeburt – Wenn das eigene Baby nur in den Träumen lebt

wenn das Baby nur im Traum lebt80% der Fehlgeburten passieren in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft. Aber die meisten passieren unbemerkt.

Durch das steigende Alter der Mütter werden auch Fehlgeburten wahrscheinlicher.

Eine Fehlgeburt zu haben sollte kein Tabuthema bleiben. Im Freundeskreis, in der eigenen Familie oder bei einem selbst – mit diesem Thema kommen wir alle in Kontakt. Doch eine Fehlgeburt ist immer furchtbar, egal in welcher Schwangerschaftswoche sie auftritt.

Viele Betroffene möchten sich mitteilen, wissen aber nicht wie!

Selbstvorwürfe, das Gefühl man sei selbst daran schuld und die Angst nicht zu wissen wie es weiter geht, zermüben. Aber am schlimmsten sind die Fragen von Berkannten, Familien und Freunden die einem nur zu sehr bewusst machen was man hätte eventuell anders machen sollen. Denn auch dadurch fällt es Frauen sehr schwer über dieses Thema zu reden.

Gesprächsgruppen oder Familiensitzungen gibt es noch viel zu wenig

Je früher das Baby in der Schwangerschaft stirbt, umso weniger Hilftsangebote von außen gibt es für Frauen. Für Eine Frau die seit Jahren einen großen Kinderwunsch hat und dann ihr Baby in den ersten 12 Wochen verliert, geht eine Welt zugrunde. Es ist immer schwer sich in eine so furchtbare Situation hinein zu fühlen und nachzuvollziehen was jetzt helfen könnte.

Trotzdem sollten allen Frauen die gleiche Hilfe geboten bekommen. Foren und Chaträume sind und bleiben einfach sehr anonym. Man sitzt allein vor dem PC, keiner kann einen in den Arm nehmen und trösten oder mit liebevollen Gesten oder einfachen zuhören signalisieren, dass jemand da ist.

Welche Angebote gibt es bereits?

  • Rückbildungsgymnastik für Frauen von verstorbenen Babys
  • Sternenkinder Selbsthilfegruppen (auch Schmetterlings- oder Engelskinder genannt)
  • Therapeutische Aufklärung durch Erforschung der Ursachen
  • Sorgentelefone für jede Stadt, die dann Hilfe in der Nähe vermitteln
  • Offene Gesprächsabende von großen Kliniken

Nutzt für die Suche danach die obrigen Begriffe in Verbingung mit dem Namen eurer Stadt.

Warum gibt es so viele betreute Müttertreffs aber keine ausdrücklich generierte Treffen in Stadtteilen für solche Erfahrungen?

Auch Freunde, oder Familienangehörige kann es helfen in Gesprächen zu erfahren wie sie helfen können. Nur wenn eine Fehlgeburt kein Tabuthema mehr ist, können sich Betroffene oder Angehörige entsprechend verhalten. In Großstädten können solche Treffen nur durch Eigeninitiative generiert werden.

Wer hier den ersten Schritt macht setzt ein gutes Zeichen für die Zukunft.

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