Erklärungen zum Mutterpass – Teil 3

Fötus nach den ersten drei MonatenAb der zehnten Seite des Mutterpasses könnt ihr die Ultraschall-Untersuchungen sehen. Nicht selten werden hier auch die ersten Bilder vom Baby angeheftet.

Der erste große Check nennt sich das 1. Screening.

Dieses wird in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten durchgeführt und beschreibt den Zustand des Kindes im Mutterleib. Neben den ersten Herztönen und dem Kopfumfang kann auch schon die Nackentransparenz ermittelt werden. Diese Untersuchung kann das Downsyndrom oder andere schwere Behinderungen die dann auch zur Fehlgeburt führen können, ausschließen.

Wenn jedoch eine schwere Behinderung beim Fötus festgestellt wird, kann jetzt noch Abgetrieben werden.

Das 2. Screening ist für die werdenden Eltern besonders spannend, denn jetzt wird häufig auch das Geschlecht des Kindes erkannt. Die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) spielt auch eine wichtige Rolle. Aber im Ultraschall ist er ab mitte der Schwangerschaft deutlich zu erkennen.

Das 3. Sceening ist dann der letzte Check des Babys. Hier wird festgestellt, ob alles richtig entwickelt ist. Danach wird das Baby nicht mehr so gründlich mittels Ultraschall untersucht. Die Größe des Babys lässt dann eine genaue Untersuchung nicht mehr zu. Auf der zwölften Seite kann vom Arzt die Ultraschall-Untersuchung schriftlich ergänzt werden.

Was bedeutet der fetale Wachtumsverlauf meines Babys?

Auf der 13. Seite findet ihr die Normkurven für den fetalen Wachstumsverlauf:

In diesem Diagramm wird das Wachstum eures Babys festgehalten. In dem kleinen Fenster wird die SSL (Scheitel-Steiß-Länge) überprüft. Der dicke Strich in der Mitte ist immer der Normalbefund.

Die beiden dünneren Linien sagen aus, dass dieser Verlauf noch in Ordnung ist. Wenn die Entwicklung darüber oder darunter verläuft, ist es ein Anzeichen für eine unnormale Entwicklung im Mutterleib. Auf jedenfall werden jetzt weiter Untersuchungen laufen.

Der BPD (Querdurchmesser des Kopfes) befasst sich mit der Kopfgröße des Babys. Manchmal ist kann es sein das euer Kind sehr groß ist und die natürliche Geburt unmöglich macht. Wenn dies eintreffen sollte, kann ein Kaiserschnitt zur Geburt erforderlich sein.

Der ATD (Durchmesser des Bauches) zeigt, ob sich das Abdomen also der Bauch zeitgerecht entwickelt.

Die letzten Seiten befassen sich mit der Geburt.

Hier wird von der Klinik genau dokumentiert. Blasensprung (geplatzte Fruchtblase), spontane Entbindung und der Verlauf sind sehr wichtig. Außerdem wird auch die Farbe des Fruchtwassers und der Geburtsmodus festgehalten.

Der Geburtsmodus sagt aus, ob ihr euer Kind spontan oder mit Unterstützung zur Welt gebracht habt. Aber auch der Kopfumfang und das Gewicht werden aufgeschrieben.

Was ist der APGAR?

Der APGAR (Klinischer Zustand eures Kindes nach der Geburt) der sich nach der Geburt anhand der Atmung, Hautfarbe, Muskeltonus, Herzfrequenz und die Reflexe ermitteln lässt, ist eine wichtige Untersuchung am Baby. Die Zahl 10 ist hier die bestmöglich zu erreichende Punktzahl.

In den ersten Tagen nach der Geburt werden dann der Wochenfluss, der Blutdruck und der HB Wert (Blutvolumen der Frau nach der Geburt) überprüft. Wenn alles in Ordnung ist und ihr euch gut fühlt, könnt ihr nach etwa zwei Tagen entlassen werden.

Ab jetzt übernimmt eure Hebamme die Betreuung. Nach sechs bis acht Wochen findet dann eine Nachuntersuchung beim Frauenarzt statt. Neben dem Muttermund werden auch eventuelle Geburtsverletzungen wie einen Dammriss untersucht.

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