Erklärungen zum Mutterpass – Teil 2

Mutterpass für SchwangereAb der vierten Seite des Mutterpasses werden vorangegangene Schwangerschaften dokumentiert.

Aber hier wird auch festgehalten, wie die Schwangerschaft verlaufen ist und ob es Schwangerschafts bedingte Komplikationen gab.

Angaben zum Geburtsgewicht und dem Geschlecht eurer Kinder sind ebenfalls auf dieser Seite zu finden.

Auf der zweiten Hälfte dieser Seite werden besondere Zusatzuntersuchungen während der Schwangerschaft dokumentiert. Eine typische Untersuchung ist der OGTT. (oraler Glukose Toleranz Test) Denn dieser Test wird in der Mitte der Schwangerschaft durchgeführt. Und er besagt, ob ein Schwangerschaftsdiabetes besteht.

Auf den Seiten vier bis sechs wird die Krankengeschichte (Anamnese) der Frau aufgenommen. Fragen zu bestimmten Krankheiten werden hier festgehalten. Auch eine gründliche Beratung zur Ernährung in der Schwangerschaft, körperliche Tätigkeiten die als Schwangere ausgeübt werden können, Geburtsvorbereitung und eine Risikoberatung, werden hier von der Frauenärztin festgehalten.

Auf der sechsten Seite ist dann auch der Geburtstermin zu sehen. Aber im B-Teil sind ziemlich viele lateinische Fremdwörter zu finden. Die genannten Krankheiten können, müssen aber nicht in einer Schwangerschaft auftreten. Hier einmal die Erklärungen:

29. Abusus:
Abhängigkeit zu einer Droge z.B. Zigaretten, Alkohol oder Medikamente.

30. Besondere psychische Belastungen:
Dies können bestimmte Berufe sein, familiäre Belastungen oder finanzielle Sorgen.

34: Plazenta praevia:
Dies bedeutet, dass der Mutterkuchen vor den Geburtskanal (also den Muttermund) gerutscht ist. Dies führt häufig zu starken Blutungen und kann im schlimmsten Fall einen Not-Kaiserschnitt nach sich ziehen.

36:Hydramnion:
Überdurchschnittlich viel Fruchtwasser.

37: Oligohydramnie:
Zu wenig Fruchtwasser.

39: Placenta insuffizienz:
Mangelnde Funktion des Mutterkuchens, welche beispielsweise durch verstärkte Wehen-Tätigkeit ausgelöst werden kann. Dies kann zu einer Unterversorgung des Kindes führen.

40: Isthmozervikale insuffizienz:
Muttermundschwäche. Der Muttermund öffnet sich hier schon viel früher ohne schmerzhafte Wehen. Typisch ist diese Muttermundschwäche bei Frauen, die sehr schnell nach einer Entbindung wieder schwanger werden.

42: Anämie:
Blutarmut.

44: Indirekter Coombstest positiv:
Dies ist ein Test, der nach Antikörpern gegen die roten Blutkörperchen Blut sucht. Er dient zur Erkennung, ob das Blut eures Babys mit eurem gut harmoniert.

48: Ödeme:
Wasseransammlungen in den Extremitäten, Beinen, Armen oder Händen

49: Hypotonie:
Zu niedrigen Blutdruck.

50: Gestationsdiabetes:
Schwangerschaftsdiabetes.

51: Einstellungsanomalie:
Dies bedeutet, dass das ungeborene Kind zu groß für das Becken der Frau ist.

Auf den Seiten sieben bis acht findet ihr das Gravidogramm. Hier wird die Schwangerschaft tabellarisch dokumentiert. Zu Beginn der Schwangerschaft solltet ihr alle vier Wochen zum Frauenarzt gehen.

Ab der 32. Schwangerschaftswoche werden die Termine dann alle zwei Wochen gemacht. Neben den genauen Daten über euch, werden hier auch alle wesentlichen Informationen über euer Baby dokumentiert.

Auf der neunten Seite werden spezielle Untersuchungen zum Kind dokumentiert. Aber wenn ihr während der Schwangerschaft im Krankenhaus gewesen sein, wird hier der Grund und die Dauer des Aufenthaltes beschrieben. Ein Arztbrief wird dann mit allen Einzelheiten eures Aufenthaltes für euren Frauenarzt mitgegeben. Darunter werden die Ergebnisse des Cardiotokogramm (kindliche Herzschläge, Wehen Tätigkeit der Mama) dokumentiert.

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